Feinschmecker-Messe „gusto!“

„Rund 100 Aussteller mit regionalen und internationalen Spezialitäten, Grill- und Barbecue-Zelt, nicht nur gute Nahrungsmittel schmecken, sondern sich auch über deren Herstellung informieren“ als sie das vor einigen Wochen in einer regionalen Zeitschrift las war klar – da muss sie hin. Nun steht sie an diesem kühlen Freitagabend im November am Eingangsbereich der Oberschwabenhalle in Ravensburg und besucht zum ersten Mal die Feinschmecker-Messe „gusto!“. Die Freude die sie empfand, als sich das besagte Wochenende näherte fand nun ihren Höhepunkt und sie konnte es kaum abwarten mit all ihren geschärften Sinnen durch die wohlriechende Halle zu schlendern. Nachdem sie den Eintritt bezahlt hatte ging sie zu den ersten Ständen in der großzügigen Eingangshalle und fand sogleich ein interessantes Start – up – Unternehmen das es ihr sofort angetan hatte. Die drei jungen Leute von Knödelkult hatten eine wirklich innovative und nachhaltige Geschäftsidee entwickelt. Sie verkaufen aus gerettetem Brot Knödel im Glas.

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Das wollte sie genauer wissen und fing ein Gespräch mit den Gründern an. Der Grundgedanke kam Matthias Helmke, einem 28 jährigen leidenschaftlichen Hobbykoch der von seiner Oma gelernt hatte den perfekten Knödel zu machen. Da isst sehr gern Brot und irgendwann kam ihm der Gedanke „was passiert eigentlich mit dem alten Brot vom Bäcker?“ Leider leben wir in einer Wegwerfgesellschaft denn auch kurz vor Ladenschluss muss noch das gesamte Sortiment für den letzten Kunden vorhanden sein, dies führt natürlich zu jeder Menge „Abfall“. So kam ihm der Gedanke Knödel im Glas aus gerettetem Brot herzustellen und zu verkaufen. In einer Tüftlerwerkstatt in Konstanz lernte der junge Erfinder dann seine zwei Mitgründer Felix und Janine kennen. Die beiden waren von der Idee Knödel im Glas zu produzieren sofort begeistert und so entstand das Start – up – Unternehmen Knödelkult. Die drei entwickelten mit viel Arbeitseinsatz ein nachhaltiges Konzept und suchten sich schließlich einen regionalen Bäcker, dem sie das übrig gebliebene Brot abnehmen konnten. Nun fingen sie an ihre frischen, nachhaltigen und leckeren Knödel zu produzieren.

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Das Glas soll nicht nur an Einwecken in guter alter Zeit erinnern, sondern den Gründern war auch wichtig die Umwelt zu schonen deshalb gewannen sie den diesjährigen Bundespreis für Engagement gegen Lebensmittelverschwendung sowie den Innovationspreis „Meine Spezialität“. Ihnen ist wichtig ohne Geschmacksverstärker oder Konservierungsstoffe zu arbeiten. Bis zu 7 verschiedene Brote und Semmel Sorten werden mit frischen Zutaten wie Zwiebeln, Speck und Karotten kombiniert. Auch eine süße Variante mit Apfel haben sie entwickelt. Der Phantasie die Knödel zu servieren sind keine Grenzen gesetzt. Hierzu finden sich auf der Homepage www.knödelkult.de leckere und kreative Gerichte. Bisher kann Knödelkult eine Mindesthaltbarkeit von 8 Monaten garantieren. Durch ein aufwendiges Verfahren wird die Qualität stets geprüft. Mit jedem weiteren Monat der geschafft ist freut sich das Team seinen Kunden ein Top Produkt anbieten zu können. Auf die Frage hin ob sie jeden Tag Knödel Essen antwortet Matze dass es viele Möglichkeiten gibt ihre Knödel zu servieren. Pimp deinen Knödel nannte er es. Wer die TV Sendung „Die Höhle der Löwen“ kennt weiß wie viel Energie, Innovation, Zeit und vor allem Geld das Gründen einer neuen Firma kostet. Noch kann das Team von Knödelkult nicht von seinen Einnahmen leben.  Matthias Helmke bezeichnet sich selber als „Vollzeitknödler“. Deshalb suchen sie strategische Partner mit denen sie weiterhin wachsen können. Besonderes Interesse besteht auch an der Zusammenarbeit mit einem Food Truck um den Menschen auf der Straße die kultigen Knödel näher zu bringen. Wie lecker und abwechslungsreich die Knödel aus dem Glas sind veranschaulichte Matthias Helmke ein paar Stunden später auf der Showbühne.

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Besonders sympathisch machte ihn die Tatsache, dass er etwas aufgeregt war, da es sich um seinen ersten Live Auftritt handelte. Doch mit seiner lockeren und wortgewandten Darbietung hat er die Zuschauer nicht nur einmal zum Lächeln gebracht. Seine Teamkollegen hielten die Besucher am Stand mit dem Verkauf ihrer Knödel und dessen Verkostung ebenfalls bei guter Laune.

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Als das freundliche Gespräch mit den jungen Gründern beendet war und auch zwei Gläser in ihre Tasche wanderten, steuerte sie die große Haupthalle an und blieb sogleich an einer langen Reihe aufgebauter Gewürzmischungen hängen. Schälchen mit unterschiedlichen Dip´s und die dazugehörigen Körbchen mit den Mischungen laden nur so dazu ein sich durchzuprobieren. Über 12 verschiedene Geschmacksrichtungen verwöhnten ihren Gaumen. Manch einer traf einen Teil ihrer Mundregion den sie bis dato nicht kannte. Ein anderer wärmte und ließ die Knospen auf der Zunge prickeln, durch feurige Kombinationen kroch der eine steil in der Nase nach oben um vom nächsten milden und cremigen wieder abgerundet zu werden. Nicht nur der Geschmack von TAGO Gewürzplanet und die Angaben ohne Glutamat, künstlicher Würze, Aromen und Hefeextrakten, sondern auch der Slogan …die Natur hat immer Recht! Überzeugten sie, davon etwas zu kaufen.

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Sie entschied sich für eine asiatische, arabische und feurig scharfe Mischung. Sie gab dem freundlichen Verkäufer das Geld und ging weiter in die große Halle hinein.

Durch einen kurzen rundum schweifenden Blick stellte sie fest das genau die richtige Mischung zwischen Ausstellern und Besuchern herrscht. Nichts konnte sie weniger leiden als total überfüllte Veranstaltungen wo man nicht an die Stände rankommt ohne mindestens zwei fremden Leuten aus versehen auf die Füße zu treten. Sie liebt es sich Zeit zu nehmen die Lebensmittel anzuschauen, die Zutatenlisten zu lesen, sich mit den Produzenten über die Herstellung zu unterhalten und dabei den ein oder anderen Witz zu machen um immer eine lockere Gesprächsgrundlage zu schaffen. Das absolute Highlight auf einer solchen Veranstaltung ist es natürlich sich durchzuprobieren. Man baut so direkt den Kontakt zum Produkt und Händler auf. Auch würde sie vielleicht gewisse Angebote gar nicht wahrnehmen, wenn sie diese nicht testen könnte. Sie frägt auch immer nach Informationsmaterial, dass sie dann Zuhause mit einer Tasse Tee in ihrer Bibliothek durchstöbern kann. Für sie ist echt wichtig sich Zeit zu nehmen um zu lesen nur so kann sie dazulernen.

Zwischen hochwertigem griechischem Olivenöl und Tonkabohnen aus Südamerika fand sich unter den internationalen Warenangeboten auch der österreichischer Anbieter Bernhard Rankel der echte Walnuss Delikatessen mit seinen persönlichen Ideen und Visionen herstellt. „Dies sind Zutaten, die man am Markt nicht kaufen kann, weil sie einfach unbezahlbar sind.“ Ob Liköre, Pesto, Mus, Honignüsse oder Tapenade hier dreht sich alles um die Walnuss. Doch ein Produkt hat es ihr ganz besonders angetan. Die seltenen schwarzen Nüsse, eine erlesene Delikatesse. Schwarze Nüsse werden als grüne unreife Walnuss gepflückt, mehrmals angestochen, in ein Wasserbad und schließlich in einen geheimen Gewürzsirup eingelegt. Nach einigen Monaten erhält die Walnuss seine schwarze Farbe was schließlich ihren Namen ausmacht. Sie kaufte sich ein Glas davon und freute sich schon es zu Wild, diversen Braten, Käse oder für ein Dessert zu verwenden. Ein paar Meter weiter schabte ein Standbetreiber, gekleidet wie ein Mönch mit Kutte seinen Laib Käse mit Hilfe einer Girolle zu hauchdünnen zarten Käseflocken. Die Flöckchen kringelten sich weich wie Rosenblätter ineinander und warteten darauf auf einer Zunge schmelzen zu können. Der Käse schmeckte unfassbar cremig, leicht und doch würzig genug um im Mund die Umami Stelle zu wecken. Einfach köstlich, davon hätte sie mehr essen können. Der verkleidete Mönch gab ihr den Tipp die Girolle auf den Tisch zu stellen, wenn Gäste kommen, dabei musste sie an ihren Bruder denken und schmunzeln. Dieser erzählte ihr, er, habe einmal in der Mittagspause innerhalb von 3 Minuten eine Käsesemmel (belegt mit 300 g Käse wo 100 g 10€ gekostet haben) verschlungen und nur gemeint „ich hatte halt Hunger“ der würde den ganzen Käselaib in 10 Minuten hobeln und hätte immer noch nicht genug. Ja das war ihr Bruder. Mit amüsierten Gedanken sah sie sich weiter um und entdeckte eine weitere Käse Spezialität doch diesmal süß. Käsekuchen. Sie liebt Käsekuchen. Als sie las Käsekuchen mit Mandarinen, Käsekuchen mit Apfel – Zimt, Käsekuchen mit Kirschen oder Käsekuchen mit Maronencreme, entschied sie sich für letzteres. Sie genoss das kleine kostbare Stück in vollen Zügen. Sie kam nicht umhin den Verkäufer zu fragen wie er diesen Kuchen so cremig hinbekommt. Dieser freute sich über ihr verstecktes Kompliment und antwortete freundlich und geduldig.

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Mit einigen Tipps für den perfekten Käsekuchen in der Tasche verließ sie glücklich den Stand und formte schon in Gedanken ihr bisher perfektes Käsekuchen Rezept um. Das muss sie natürlich so bald wie möglich umsetzen. Nachdem sie die große Halle von vorn bis hinten besichtigt und verkostet hatte steuerte sie im Außenbereich das Fire & Food Smokehouse an. Schon als sie in die kühle Nachtluft trat roch sie die perfekte Mischung aus Holz und Kohle mit Fleisch und Gewürzen. Es schallten die Gitarrentöne sogenannter Roots Rock Musik aus den Lautsprechern des amerikanischen BQQ Trucks neben ihr. Perfekt für Fans von Outdoor – Kulinarik war auch die gigantische Outdoor Küche aus Stein mit Grill, Ofen und Spüle ein echter Hingucker. Sie wärmte sich kurz am heißen Feuer und sog die rauchigen Röstaromen auf, die aus dem großen Zelt drangen.

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Beim Betreten spürte sie sofort die gute Stimmung die das gebratene Fleisch bei den Menschen auslöste. Zwischen verschiedenen Anbietern für Grills und Smoker, Grill Zubehör, Kohle, dem bekannten Fachmagazin „Fire & Food“ und den in Aktion laufenden Grills fand sie einen Stand der ihr schon bekannt vorkam. Die Manufaktur BBQ & More durfte sie schon zu ihren Kunden zählen. Ganz besonders gut schmeckt ihr die Sambal Jalapeno Soße und  das BBQ Tomaten Chutney. Sie entdeckte verschiedene Flyer für Workshops die die Manufaktur anbietet. Das ist für sie natürlich immer sehr interessant. Sie steckte sich die Flyer in die Handtasche und freute sich schon darauf sich für einen Workshop zum Thema BBQ und Grillen anzumelden.

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Nachdem sie sich alle Stände und Produkte angeschaut hatte trat sie wieder in die kühle Nachtluft hinaus. Es war schon spät geworden die Veranstaltung schloss in 30 Minuten. Bei so vielen Leckereien, lockeren und interessanten Gesprächen ist die Zeit im Nu verflogen. Die meisten Besucher gingen schon Richtung Ausgang. Sie schlenderte noch kurz in der Eingangshalle an den Ständen herum und entschloss sich dann ebenfalls den Abend ausklingen zu lassen. Froh über ihre Entscheidung die Genussmesse „gusto!“ in Ravensburg besucht zu haben ging sie zum Auto. In ihren Gedanken formten sich passende Rezepte die sie aus den heutigen Errungenschaften kreieren möchte. Nächstes Jahr möchte sie aufjedenfall wieder hierher kommen den, die Leidenschaft zum Essen verbindet Menschen.

Mein Rezept zur Geschichte Rehrücken mit schwarzen Nüssen

 

 

 

 

 

Published by

Nina

Ich koche, backe und fotografiere leidenschaftlich gerne. Meine Kreativität und Freude hat eine Plattform gesucht deshalb ist dieser Blog entstanden.

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